Mit einem Navi am Lenker lassen sich Ausflugsziele bequem ansteuern, Motorradreisen einfacher planen, Ziele schneller erreichen. Allerdings ist die Auswahl bisher noch recht übersichtlich. Die Hersteller sind auf zwei Platzhirsche begrenzt: Garmin und TomTom gelten als führend. Die meisten ihrer Geräte stecken in spritzwassergeschütztem, robustem Gehäuse und lassen sich dem Einsatz entsprechend über große Menü-Icons auch mit Handschuhen bedienen.
Das Navi zeigt die schnellst, nicht die schönste Route
Motorrad-Navis können bereits viel, aber noch nicht alles: Wer sicher sein will, tatsächlich den schönsten Weg zu nehmen, der muss wie eh und je die gute alte Landkarte (z. B. vom ADAC) lesen. Denn die Gefahr, dass man mit dem Navi schöne Streckenabschnitte verpasst, ist groß. Wie die zunächst nur per Luftlinie verbundenen Zwischenziele auf der Straße angefahren werden, hängt nämlich von den Einstellungen der Geräte ab. Auf der Karte mag einem zwar der Weg über die Landstraße am logischsten erscheinen. In der Berechnung der Route weist das Navi dagegen plötzlich einen Autobahnabschnitt als schnellere Wegstrecke aus. Im Quad & Motorrad Forum findet Ihr Erfahrungen und Tipps.
Die Tücken der Technik
Ist dies mit der Funktion „Autobahn vermeiden“ leicht wegzustecken, droht gleichwohl neues Ungemach. Zum Beispiel bei der Präferenz „kürzeste Strecke“. Da kann man sich in verkehrsberuhigten Spielstraßen wiederfinden. Weil dieser Abschnitt eben den entscheidenden Meter kürzer ist, als wenn man auf der Hauptstraße durch den Ort rollen würde. Besonders peinlich, wer mit seinem Navi als Vorausfahrender der gesamten Motorradclique unterwegs ist.
Bild: panthermedia.net | Werner Hilpert


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